Training für Hundebesitzer - Hundeschule & Verhaltenstraining - Dr.med.vet. Sandra Bruns
Training für Hundebesitzer - Hundeschule & Verhaltenstraining - Dr.med.vet. Sandra Bruns

Gefährliche Hunde

Das Niedersächsische Hundegesetz benennt keine Rasselisten, sondern verfolgt Hunde die Menschen oder andere Hunde gebissen haben.

Wird ein Beißvorfall zur Anzeige gebracht, prüft ein Veterinäramt bzw. ein Amtstierarzt den Fall nach Aktenlage. Wenn die Behörde dabei einen Hund als "gefährlich" einstuft, muss der Halter viele Auflagen erfüllen. Um den Hund behalten zu dürfen, muss er innerhalb von 3 Monaten (auf Antrag nach max. 6 Monaten)

  • einen bestandenen Wesenstest vorweisen,
  • den Hund nur angeleint und  mit Maulkorb ausführen und
  • für jeden der mit dem Hund rausgeht eine praktische Sachkundeprüfung mit dem betreffenden Hund ablegen.

Zudem wird von vielen Kommunen eine erhöhte Hundesteuer erhoben.

Erfüllt man diese Auflagen nicht, wird die Hundehaltung verboten und der Hund wird in ein Tierheim gebracht.

 

Leider enden in letzter Zeit immer häufiger eigentlich harmlose Auseinandersetzungen unter Hunden oder arttypisches Aggressionsverhalten von Hunden mit der Gefährlichkeits-Feststellung.  Auch Nachbarn und Hundefreunde scheuen manchmal nicht davor zurück einen Biss anzuzeigen.

 

Im Falle einer Anzeige sollten Sie umgehend anwaltliche Hilfe suchen. Hierzu empfehle ich die Anwältin Ines-Maria Pfeiffer in Hemmingen, die sich sehr gut im Bereich Tierrecht und Gefährliche Hunde auskennt. http://www.recht-pfeiffer.de/

 

Sollte Ihr Hund gebissen haben, suchen Sie auch ohne Anzeige schnellstmöglich fachliche Hilfe. Zum Beispiel kann eine verhaltensmedizinische Untersuchung und eine darauf folgende Verhaltenstherapie helfen, den Hund besser einschätzen und sicherer führen zu können.

 

Im Idealfall sollten Sie Ihren Hund immer vorausschauend und sicher führen, damit erst gar kein Biss passiert. Lieber einmal mehr beim Erzfeind anleinen oder den Hund beim Paketboten an der Tür wegsperren, als den Hund ein Leben lang dafür büßen zu lassen.

Auch der freiwillige Einsatz vom Maulkorb (z.B. in einer unübersichtlichen bztw. bedrohlichen Situation) kann nach einer guten Gewöhnung an den Maulkorb viel Ärger, Leid und nicht zuletzt Kosten ersparen.

 

Hier finden Sie eine Anleitung zur Maulkorb-Gewöhnung

 

Maulkorb-Gewöhnung.pdf
PDF-Dokument [134.9 KB]

Wesenstest (§13 NHundG)

Im Niedersächsischen Wesenstest wird der Hund mit vielen Alltagssituationen konfrontiert, die Teil auch bedrohlichen Charakter haben. Der Test umfasst 35 definierte Testsituationen, in denen der Hund mit fremden Menschen und Hunden konfrontiert wird. Diese folgen in enger Reihenfolge aufeinander und stellen den Hund auf eine "Nervenprobe".

Termine für einen Wesenstest können Sie mit einer Vorlaufzeit von 1-2 Wochen mit mir vereinbaren.

 

Die Zeit vor dem Wesenstest sollten Sie intensiv nutzen, um Ihren Hund auf diese Prüfung richtig vorzubereiten. Ob und in welchem Umfang eine Vorbereitung nötig und sinnvoll ist, können wir in einem Verhaltensmedizinischen Beratungsgespräch feststellen. Danach könnte eine Trainerin der Hundeschule Sie und Ihren Hund im Rahmen von Privatstunden auf den Wesenstest vorbereiten. Um sicherzustellen dass der Hund das dabei erlernte Verhalten nicht mit dem Ort und der Trainerin in Verbindung bringt, muss das Training außerhalb des Trainingsgeländes stattfinden. Die in die Ausbildung involvierte Trainerin wird beim Wesenstest nicht als Testperson eingesetzt.

Die Vorbereitung kann Ihnen und Ihrem Hund helfen, sowohl im Wesenstest als auch im Alltag entspannter mit Konflikt-Situationen umzugehen.

 


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